Ist Gaddafi tot?

Mumar Gaddafi wurde heute angeblich getötetet. Die Meldungen sind bisher sehr verwirrend.

Eine gute Übersicht über die widersprüchlichen Meldungen findet man bei schweizer Online Magazin 20 Minuten.ch

In einigen Tagen oder Wochen werden wir vielleicht mehr wissen. Die Videos, die man derzeit bei Youtube, Live Leaks und auf anderen Seiten sieht, sind widersprüchlich und wenig überzeugend.

Das alles erinnert an eine andere Sho, wie wir Mai und Juni sahen: in Afghanistan mehren sich die Anschläge und Angriffe auf die ISAF Truppen, Obama verkündet jedoch Fortschritte und kaum hat er sie verkündet, gibt es Berichte über die kuriose Ermordung Osama Bin Ladens, für die es bis heute keine echten Beweise gibt.

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Amnesty International kommt mal wieder zu spät

Amnesty International – wie gut, dass es diese internationale Organisation gibt, die sich für die Menschenrechte einsetzt. Wenn es um Mord und Terror, Verletzung der Menschenrechte geht, Amnesty ist immer dabei und klärt uns auf.

Mich erinnert Amnesty International leider an das weiße Kaninchen aus Alice im Wunderland. Sie kennen es bestimmt, das Kaninchen, das auf seine Taschenuhr sieht und hektisch schreit “I am to late, to late”.

Vor einigen Tagen überraschte Amnesty International mit Meldungen, dass die libyschen “Rebellen” des NTC morden, foltern, vergewaltigen, Schwarzafrikaner vertreiben und ihre eigenen Landsleute ausplündern. Solche Meldungen kann man seit Monaten lesen, man muss nur lange genug im Web suchen und nicht bei den Sendern, bei denen man immer in der letzten Reihe sitzt.

Immerhin haben diese Meldungen von Amnesty einige positive Folgen. Amnesty ist eine Institution, die man sogar in den Mainstreammedien ernst nimmt. Es kommt, was kommen muss, auch die BBC, ein Sender der bisher einseitig die NTC Anhänger unterstützte, blendet ein paar Sendesekunden ein, dass in Libyen was faul ist.

Heute meldet Amnesty “Unterdrückung des Arabischen Frühlings mit deutschen Waffen”.

Prompt greifen einige Massenmedien wie SPIEGEL ONLINE, WELT, DER STANDARD das Amnesty Thema auf.

Das ist wirklich empörend! Die westlichen Staaten haben vorher die “Diktatoren”, gegen die man nun Krieg führt oder führen möchte (noch hat die NATO Syrien und den Iran nicht angegriffen) unterstützt?

Und das erfahren wir erst jetzt und heute von Amnesty?

Amnesty ist das weiße Kaninchen, das viel zu spät kommt. Alles, was Amnesty heute über Waffenlieferung der NATO und EU Staaten und anderer Länder an arabische Länder und “Diktatoren” meldet, ist der Schnee von gestern, es ist seit langem bekannt, entsprechende Informationen findet man in Onlinemedien, in den Publikationen verschiedener Institutionen, die sich mit internationaler Politik beschäftigen, seit Monaten und Jahren.

Amnesty hätte solche Hinweise bereits zu Beginn des Libyen Kriegs 2011 berichten können, Amnesty hätte die Verlogenheit der westlichen Massenmedien mit solchen Berichten schon im März oder April ad absurdum führen können. Eine Pressemeldung von Amnesty im Februar oder März über diese Waffenlieferungen hätte im März vielleicht dafür gesorgt, dass die Menschen in Europa und den USA den Angriff auf Libyen nicht einfach hinnehmen, sondern hinterfragen und gegen ihn protestieren.

Warum kommt das weiße Kaninchen Amnesty International immer wieder und so oft zu spät und erst dann, wenn der Krieg fast vorbei ist? Dafür dürfte es gute Gründe geben. Auch Amnesty ist eine politische Organisation, in der es Grabenkämpfe gibt, wen man unterstützt und was man berichtet.

Ich erinnere mich noch bestens an die Worte eines ehemaligen Freundes, der in den 70er Jahren in einer Chile-Sektion von Amnesty arbeitete: “Wir können leider nichts machen, ich würde es gerne tun, einige andere auch, aber wir bekommen keine Unterstützung. In der Chile Sektion sind nur wenige aktiv, die meisten aus unserem Ort engagieren sich für Russland und Polen, die interessieren sich überhaupt nicht für die Folter und den Terror des Pinochet Regimes… Die kämpfen auf Nebenschauplätzen und ignorieren, wo derzeit die schlimmsten Menschenrechtsverletzungen sind.”

Ich fürchte, daran hat sich bis heute nichts geändert.

Man sollte auch nicht vergessen, dass die führenden Köpfe von Amnesty schon immer ihre eigene politische Geschichte hatten und haben. Zum Beispiel Carola Stern, die Amnesty Deutschland mit begründete und eine ehemalige CIC Mitarbeiterin und für den CIC in der FDJ und der späteren SED tätig war. Karriere in der DDR an der Deutschen Hochschule für Politik und FU Berlin waren offenbar mit der gleichzeitigen Tätigkeit für den CIC zu vereinbaren und führten logischerweise zu Konfrontationen mit der Stasi. 1961, im Jahr des Mauerbaus gehörte Stern zu den Mitbegründern von AI Deutschland. Von der Kontaktperson eines US Spionagedienstes zur Mitarbeit in einer Menschenrechtsorganisation.

Ian Martin war von 1986 bis 1992 Generalsekretär von AI, seit dem 5. Mai 2011 ist er laut Wikipedia “UN-Sonderberater des UN-Generalsekretärs für Post-Konfliktplanung in Libyen.” Vorher war er für die UN in Krisengebieten tätig, in denen der Westen, die USA und die NATO Staaten ihre Interessen auch mit militärischen Mitteln durchsetzten, u.a. in Osttimor, Äthiopien und 1998/99 in Bosnien Herzegowina während des Balkankrieges. Auch damals glänzte Amnesty schon oft mit Meldungen, die ins Bild der Mainstreammedien passten.

Seit 2010 ist Salil Shetty Generalsekretär von AI. Auf der Webseite von AI wird er genauer vorgestellt:

“Since joining Amnesty International, Salil Shetty has been vocal in supporting the people’s uprising for human rights in the Middle East and North Africa.

Salil Shetty kümmert sich also seit seiner AI Präsidentschaft vor allem um den sogenannten “arabischen Frühling” und seine Organisation bemerkt erst, nachdem die NATO Libyen in Schutt und Asche gelegt hat, dass EU und NATO Staaten die arabischen Machthaber mit Waffen versorgten?

“Supporting the people’s uprising … in the Middle East and North Africa”? Wie dürfen wir das verstehen? Hat er die Rebellen angestachelt, über die AI nun Berichte veröffentlicht, dass diese Rebellen Menschenrechte nicht einhalten?

“Salil Shetty has ambitious plans to strengthen Amnesty International’s work in the Global South.”

Ich glaube, das kann man auch so übersetzen: Amnesty weiss schon, wo es demnächst so richtig kracht. Aber das weiße Kaninchen wird wieder viel zu spät kommen…. Und dann wird es jammern und jammern… Wenn es wieder einmal viel zu spät ist….

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Die libyschen Revolutionäre und der Westen

Seit März 2011 sind die Mainstreammedien voll von Berichten, in den denen die libyschen “Revolutionäre” bejubelt und unterstützt werden. Seit wann liebt der Westen, seit wann lieben westliche Masenmedien Revolutionäre? Revolutionäre von Marx über Bakunin bis zu Dutschke und Allende waren doch stets die Totfeinde der westlichen Demokratie. Eine kleine Chronik zur Erinnerung:

Karl Marx – den hat man im kapitalistischen England des 19. Jahrhundert zwar geduldet, aber in allen europäischen Staaten und den USA wurden seine Anhänger und die Parteien, die sich auf ihn beriefen, politisch verfolgt.

W.I. Lenin – er bekam zwar in Westeuropa zeitweise politisches Asyl, aber kaum war das sowjetische Rätesystem an der Macht, beglückte der Westen – die ehemaligen Kriegsmächte der Entente im Ersten Weltkrieg und die USA – den neuen Staat UdSSR mit einer missglückten Invasion und zahlreichen Interventionsversuchen.

Leo Trotzki – ihm gab man immerhin in Mexiko politisches Asyl, nachdem er mit Stalin brach. Vorher war er ein Todfeind des Westens. Nach seinem Bruch mit Stalin sah man in Trotzki eine nütziche Figur, die man gegen Stalin ausspielen wollte.

J.W. Stalin – einer der wenigen russischen Revolutionäre, der für einige Jahre einer der besten Freunde des Westens wurde. Man brauchte ihn als Verbündeten im Zweiten Weltkrieg im Kampf gegen das nationalsozialistische Deutschland. Kaum war der Krieg gewonnen, ließ man Stalin wie eine heiße Kartoffel fallen, der kalte Krieg begann und aus dem Freund der Kriegsjahre wurde der Erzfeind der späten 40er und frühen 50er Jahre.

Ho Tschi Minh – gegen diesen Revolutionär und die Menschen in seinem Land Vietnam, einem Teil der ehemaligen franzözischen Kolonie Indochina, führten zuerst die Franzosen, danach die USA einen langen und erbitterten Krieg. Für diesen Revolutionär und sein Land hatte der Westen nichts anders übrig als Napalm und Agent Orange zum Entlauben der Urwälder.

Fidel Castro und Che Guevara – kaum hatten diese Revolutionäre und ihre Anhänger Cuba befreit und versuchten aus der ehemaligen Spielhölle der USA einen Staat mit menschenwürdigen Lebensbedingungen zu machen, intervenierten die USA mit der Landung in der Schweinebucht. Der CIA unternahm zahlreiche, erfolglose Mordversuche gegen Castro. Che Guevara wurde 1968 in Bolivien ermordert.

Lumumba im Kongo – ermordet und ein Erzfeind des Westens, ebenso wie die Revolutionäre in Algerien, die gegen die französische Kolonialherrschaft kämpften.

Muamar Gaddafi – als er 1968 in Libyen an die Macht kam, waren Gaddafi, seine Anhänger und die Grüne Revolution in Libyen genau so verhasst wie alle anderen bisher genannten Revolutionäre.

2011 – die westlichen Mainstreammedien entdecken ihre Liebe zu libyschen “Revolutionären”. Das sollte jedem alles sagen. Die Mainstreammedien und die westlichen Staaten besetzen nur ein populäres und positiv belegtes Schlagwort für sich und ihre Zwecke. Sie lieben die libyschen “revolutionäre”, weil diese willige Handpuppen sind, so wie einst die ebenfalls geliebten revokutionäre in Nicaragua. Die nannte man allerdings noch ehrlich CONTRAS – die Contrarevolutionäre.

Das “revolutionäre” Programm der libyschen Contras haben wir in den letzten Wochen und Monaten schon zur Genüge kennen gelernt:

billiges Öl für Frankreich und Italien, die Mächte, die halfen die “Rebellen” an ihre noch lange nicht gesicherte Macht zu bomben
Vertreibung von Schwarzafrikanern und Rassismus
geplante Einführung eines “islamistischen” Staates, was sogar den Westen und die Mainstreammedien “überraschte” und “empörte.”

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Freiheit für Ägypten aber nicht für Amerikaner

Was tun Sie, wenn Sie meinen, Ihr Geld ist auf ihrer Bank nicht mehr sicher? Sie heben es ab. Das Geld gehört schließlich Ihnen. Oder doch nicht? Gehört es vielleicht jemand anders, den Banken? Der regierung? Der Polizei?

Was würden Sie machen, wenn man Ihnen das Geld auf der Bank nicht geben will? Sie rufen die Polizei.

Und was machen Sie, wenn die Polizei Sie verhaftet, weil Sie Ihr Geld, das Ihnen gehört, abheben wollen?

Sie halten das für unmöglich? Aber nicht doch. In der freien Welt gibt es nichts, was unmöglich ist. Freiheit, die fordern die USA, die EU und die NATO Staaten für Ägypten, Tunesien, Libyen und alle anderen Länder in denen die Banker aus dem Westen bisher leider zu kurz gekommen sind. Freiheit im eigenen Land? Das wird im Einzellfall mit dem Polizeiknüppel und Polizeibüttel geregelt.

Was Kunden von amerikanischen Banken passiert, als sie ihr Geld von der Bank, der sie nicht mehr trauten, abheben wollten, sehen Sie hier und vielleicht auch demnächst in Ihrem deutschen Politkaspertheater, wenn Sie meinen Ihr Geld gehört Ihnen und nicht den Banken.

Schauen Sie mal rein, wieviele Polizisten man in den USA braucht, um eine Frau zu verhaftem, die nichts anders will, als ihr Geld, das ihr gehört von ihrer (?) Bank abzuholen.

Und achten Sie auf den Kommentar von mfrank165: “fifteen cops to arrest a non violent woman going about her personal business. very noble.”

Oder auf den Kommentar darunter:

“1 count sexual assault. .. for inapropriet uninvited touching.
1 count physical assault .. for univited touching
1 count emotional assault … for being mean assholes!”

Ach, das geht doch alles noch eine Nummer härter: 50 Dollar Gebühren, wenn man sein Bankkonto aufgeben will, Schläge ins Gesicht.

Und was die Citibank in New York kann, dass kann natürlich auch die Bank of America.

Und was macht man mit Studenten, die ihr Geld von der Bank, der sie nicht mehr trauen, abheben wollen? Dreimal dürfen Sie raten – erstmal verhaften.

George Orwell lässt grüßen!

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Wunderland der Pressefälschungen: Libyen

Libyen ist ein Wunderland für gefälschte und gefakte Pressefotos.

— English comment see below, please. —-

Bemüht man die Google Bildersuche mit den Stichworten “Rebellen + Libyen” bekommt man sehr schnell diese Seite und das dazu gehörende Foto zu sehen.

capture 18102011 0017512 Wunderland der Pressefälschungen: Libyen

“Libya: Special Forces Hunt Gadhafi as New Government Prepares Move to Tripolis.” – “Libyen: Sondereinheiten jagen Gaddafi, während sich die neue Regierung vorbereitet, nach Tripolis zu gehen.” So die Schlagzeile – Headline (oder Headlie?) – zu diesem Bild auf ibtimes.com im August 2011.

Das verlinkte Foto hat im Original auf dieser Seiteite den schönen Namen

150309-a-libyan-rebel-talks-on-his-walkie-talkie-near-the-tent-of-muammar-gad.jpg

Wir sehen hier also angeblich einen Rebellen, der Nahe des Zelts von Gaddafi mit seinem Handy telefoniert. Stimmt, der Bursche mit der Toga in den Farben des NTC, die dritte Person von links scheint mit einem Handy zu telefonieren.

Ein Foto mit vier Personen, die vermutlich alle Rebellen sind und ein fürchterliches Feuer im Hintergergrund?

150309 a libyan rebel talks on his walkie talkie near the tent of muammar gad Wunderland der Pressefälschungen: Libyen

Sehen wir uns nun dieses Foto ein wenig genauer an. Was würden Sie machen, wenn Sie vor so einem Feuer weglaufen müssten, denn das ist doch schon so bedenklich nahe. Würden Sie nach links oder rechts laufen? Nein, vermutlich nach vorne, in die Richtung aus der das Foto aufgenommen worden sein soll, denn das ist die Richtung, in die man vor so einem Feuer flieht.

Angst vor dem Feuer verleiht übermenschliche Fähigkeiten. Deshalb schwebt die zweite Person von links, der Herr oder Filmschauspieler im weißen Hamd mit der blauen Hose, förmlich über den Boden.

Nur keine Angst! Das Feuer ist vermutlich nicht echt! Oder ist vielleicht Gaddafis Zelt feuerfest? Es brennt nicht, obwohl es ganz nah beim Feuer ist!

Es darf doch nicht verbrennen! Denn später mussten noch andere Presseteams und Fernsehteams für die Big Brother Show LIBYA 2011 Filmaufnahmen im Zelt machen!

Was machen Sie, wenn es brennt? Natürlich, Sie rufen die Feuerwehr. Was macht der telefonierende Mann in der Bildmitte?

Ich wette, er gibt seinem Freund, der das Bild am PC komponiert hat, Anweisungen:

“Hast du die Bilder im Kasten? Vier Männer, von denen zwei nach links und zwei nachts rechts rennen? Okay. Nun maskierst du den blauen Wüstenhimmel. Leg eine neue Ebene an. Füll die Ebene mit Feuer aus einem anderen Foto. Fertig? Nun brauchst du nur noch ein Zelt, kopier das Zelt ins Bild! Man, bist du immer noch nicht fertig? Jeder, der Photoshop halbwegs beherrscht, kann aus einem Vordergrund mit Wüstensand, vier freigestellten Männern innerhalb von 20 Minuten ein Foto zaubern das so aussieht, wie dieses Bild, das wir haben wollen!”

This picture is in my opinion a fake. It is well shown on Google if you search for “rebels + Libya”.

Image source – see the first screenshot – is ibtimes.com, august 2011. Description on the webside is “Libya: Special Forces Hunt Gadhafi as New Government Prepares Move to Tripolis.” Original name of the picture is

150309-a-libyan-rebel-talks-on-his-walkie-talkie-near-the-tent-of-muammar-gad.jpg.

But what do we see? We see a guy phoning (the third guy from left in the NTC toga) and a big blaze in the background.

What do you do if such a terrible fire is near to you? You try to escape. But in what direction? Such, as the 4 guys took? Or the best way? The best way is away from this toward the cameraman.

I suspect, there was no man with a Nikon or Canon at this time. There was only a guy on his computer, composing this frightfull image with Photohop from six to ten ore more different images, all taken at different stages:

Four images with the guys, maybee three with the desert sand. Except the hovering rebel, the second from the left. The fifth image from an awful fire or blast of shells and rockets, put in the background instead of the orginal blue sky. At last insert a tent. A wonder tent. It ist so close to the fire and it will not burn….

The not burning tent must be a wonder weapon, such as the secret weapons in use of the Third Reich of Germany. Fireproofed and non-burnable. Or could it be the the secret weapon of photoshopping editors fighting for their NEW WORLD ORDER?

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